Mitarbeiter arbeiteten bis zum Konkurs Hinzugefügt am 19. August 2025 | by Markus Zöbeli | Uncategorized | (Textbeitrag Blick vom 19. August 2025 / von Milena Kälin, Jean-Claude Raemy und Phlippe Rossier) Die Solarpanel-Firma Mons Solar aus Sennwald SG muss Konkurs anmelden. Trotz Restrukturierungsversuchen hat sich die finanzielle Lage weiter verschlechtert. «Jetzt hatte die Firma immerhin den Anstand, den Konkurs definitiv einzuleiten. So kommen die Mitarbeitenden schneller über die Insolvenz an ihren Lohn», sagt Lukas Auer (34) von der Unia. Bereits ein Augenschein von Blick vor Ort liess vor wenigen Tagen nichts Gutes erahnen: Ein Mitarbeiter sprach von ausstehenden Löhnen und hoffte auf einen Konkurs, zwecks «Neuanfang». Der Angestellte berichtete gegenüber Blick, dass von den ursprünglich 270 Angestellte nur noch etwa 60 übrig sind. «Wir warten nur noch auf den Konkurs», sagte dieser zu Blick. Die Geschäftsleitung kommt diesem Wunsch mit dem Antrag auf Konkurseröffnung jetzt nach. Der Grund: Die Gesellschaft sei überschuldet. Trotz Restrukturierung und Abbau von Stellen 2024 habe sich die Auftrags- und Umsatzlage 2025 weiter verschlechtert. Die ursprünglich angestrebte «zukunftsfähige Lösung» wurde nicht gefunden. «Es ist brutal fahrlässig» «Jetzt hatte die Firma immerhin den Anstand, den Konkurs definitiv einzuleiten. So kommen die Mitarbeitenden schneller über die Insolvenz an ihren Lohn», sagt Lukas Auer (34) von der Unia. Am Montag hatte die Gewerkschaft eine weitere Lohnbetreibung bei Mons Solar eingereicht. Allen Angestellten fehlt aktuell mindestens der Juli-Lohn, auch Überstunden wurden nicht ausbezahlt.Wie Auer weiss, mussten die Angestellten der Firma einen Tag vor dem Konkurs sogar noch arbeiten. «Es ist brutal fahrlässig, wie die Firma mit den Mitarbeitenden über längere Zeit umgegangen ist», so Auer weiter. Aus dem Statement von Mons Solar geht ein Streit zwischen dem Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung hervor. Im Schreiben hält Zweitere fest: Die mehrfachen Hinweise von Anwälten, Steuerexperten und Revisoren seien «seit mehreren Monaten» unbeachtet geblieben. Damit habe der Verwaltungsrat nicht nur seine Pflichten vernachlässigt, sondern auch den Handlungsspielraum des Unternehmens zusätzlich eingeschränkt. Interessierter Investor wollte gar nicht Nachdem die Geschäftsführung infolge geschlossenen Rücktritts des Gesamt-VR am 11. August nun in der Pflicht ist, kommt diese zum Schluss, dass eine Rettung des Unternehmens ausgeschlossen ist. Auch die Geschäftsleitung hatte bereits gekündigt und hätte sowieso nur noch bis Ende Jahr gearbeitet.Ein angeblich interessierter Investor habe gar nie eine Investition beabsichtigt, oder genauer: Eine solche sei in Anbetracht der Lage des Unternehmens nicht infrage gekommen. Der Unternehmer wäre höchstens an der Übernahme einzelner Mitarbeitenden interessiert gewesen.
Bereits ein Augenschein von Blick vor Ort liess vor wenigen Tagen nichts Gutes erahnen: Ein Mitarbeiter sprach von ausstehenden Löhnen und hoffte auf einen Konkurs, zwecks «Neuanfang». Der Angestellte berichtete gegenüber Blick, dass von den ursprünglich 270 Angestellte nur noch etwa 60 übrig sind. «Wir warten nur noch auf den Konkurs», sagte dieser zu Blick. Die Geschäftsleitung kommt diesem Wunsch mit dem Antrag auf Konkurseröffnung jetzt nach. Der Grund: Die Gesellschaft sei überschuldet. Trotz Restrukturierung und Abbau von Stellen 2024 habe sich die Auftrags- und Umsatzlage 2025 weiter verschlechtert. Die ursprünglich angestrebte «zukunftsfähige Lösung» wurde nicht gefunden.
«Jetzt hatte die Firma immerhin den Anstand, den Konkurs definitiv einzuleiten. So kommen die Mitarbeitenden schneller über die Insolvenz an ihren Lohn», sagt Lukas Auer (34) von der Unia. Am Montag hatte die Gewerkschaft eine weitere Lohnbetreibung bei Mons Solar eingereicht. Allen Angestellten fehlt aktuell mindestens der Juli-Lohn, auch Überstunden wurden nicht ausbezahlt.Wie Auer weiss, mussten die Angestellten der Firma einen Tag vor dem Konkurs sogar noch arbeiten. «Es ist brutal fahrlässig, wie die Firma mit den Mitarbeitenden über längere Zeit umgegangen ist», so Auer weiter.
Aus dem Statement von Mons Solar geht ein Streit zwischen dem Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung hervor. Im Schreiben hält Zweitere fest: Die mehrfachen Hinweise von Anwälten, Steuerexperten und Revisoren seien «seit mehreren Monaten» unbeachtet geblieben. Damit habe der Verwaltungsrat nicht nur seine Pflichten vernachlässigt, sondern auch den Handlungsspielraum des Unternehmens zusätzlich eingeschränkt.
Nachdem die Geschäftsführung infolge geschlossenen Rücktritts des Gesamt-VR am 11. August nun in der Pflicht ist, kommt diese zum Schluss, dass eine Rettung des Unternehmens ausgeschlossen ist. Auch die Geschäftsleitung hatte bereits gekündigt und hätte sowieso nur noch bis Ende Jahr gearbeitet.Ein angeblich interessierter Investor habe gar nie eine Investition beabsichtigt, oder genauer: Eine solche sei in Anbetracht der Lage des Unternehmens nicht infrage gekommen. Der Unternehmer wäre höchstens an der Übernahme einzelner Mitarbeitenden interessiert gewesen.