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«Nur Bares ist Wahres.»

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«Nur Bares ist Wahres.»

Hinzugefügt am 2. Februar 2026 | by Markus Zöbeli | Uncategorized |

(Textbeitrag NZZ vom 1. Februar 2026, von Albert Steck)

Sogar im digitalen Zeitalter gilt: Wirklich sicher ist einzig das Bargeld – denn es bewahrt die Bevölkerung vor Enteignung. Bei der Bargeldinitiative geht es um den Schutz der Sparer. Nur Bares garantiert das Eigentumsrecht. Beim Bankkonto dagegen handelt es sich lediglich um Buchgeld.

Es war im März 2013, als wütende Menschen in Zypern Schlange standen vor den Geldautomaten. Verzweifelt versuchten sie, ihre Ersparnisse zu retten. Um das Überleben der Banken zu sichern, mussten die Sparer grosse Opfer erbringen. Der Staat erhob eine Zwangsabgabe auf den Bankeinlagen: 6,75 Prozent verloren die Kunden auf ihren Guthaben bis 100 000 Euro. Darüber waren es sogar 9,9 Prozent. Und bei der maroden Bank of Cyprus verloren Zehntausende Kunden bis zur Hälfte ihrer Spargelder.

In einer Finanzkrise gilt: «Nur Bares ist Wahres.» Das Bezahlen mit der Karte oder dem Smartphone – so praktisch dies im Alltag jeweils ist – funktioniert dann plötzlich nicht mehr. In Zypern wurden die Bankkonten tagelang eingefroren, maximal 100 Euro konnten die Kunden pro Tag abheben.

Den Schock, vor geschlossenen Banken zu stehen, erlebten ebenso die Griechen. Bei ihnen spuckten die Automaten gerade einmal 60 Euro am Tag aus. Auch in der Schweiz kam es 1991 zu einem Bankensturm. Bei der Pleite der Spar- und Leihkasse Thun verloren über 6000 Kunden mehr als ein Drittel ihres Vermögens. Die Kunden der Credit Suisse dagegen blieben dank der Notübernahme durch die UBS verschont.

Am kommenden 8. März stimmt die Schweiz über die Volksinitiative «Bargeld ist Freiheit» ab. Es geht um die Frage, ob die Versorgung des Landes mit Bargeld explizit in der Bundesverfassung verankert werden soll. Bei diesem Thema denken die Leute zuerst an die Anonymität: Wer mit Noten und Münzen zahlt, hinterlässt keine Datenspur und kann folglich seine Privatsphäre schützen. Doch das Bargeld – dies verdeutlicht die Krise in Zypern – hat einen weiteren entscheidenden Vorteil, nämlich seine unschlagbare Sicherheit.

Verzicht auf das Eigentumsrecht
«Die wenigsten Sparer sind sich bewusst, dass sie auf ihre Eigentumsrechte verzichten, sobald sie ihr Vermögen der Bank überlassen», erklärt Adriel Jost. Der Ökonom ist spezialisiert auf die Geldpolitik und arbeitet als Fellow am Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik an der Universität Luzern sowie als Lehrbeauftragter der Universität St. Gallen.

In normalen Zeiten kann jeder Kunde problemlos sein Geld von der Bank abziehen. Doch wenn das alle Leute gleichzeitig tun wollen, dann reicht das vorhandene Geld plötzlich nicht mehr aus. Warum ist das so? Geld ist Geld, könnte man meinen. Die Realität jedoch ist eine andere. Effektiv existieren zwei unterschiedliche Geldkreisläufe: ein staatlicher sowie ein privater.

«Wenn ich meine Ersparnisse auf dem Bankkonto halte, so handelt es sich um privates Geld», sagt Jost. «Erst wenn ich dieses Guthaben als Bargeld beziehe, wird es in staatliches Geld umgewandelt – womit ich als Besitzer von einer grösseren Sicherheit profitiere.»

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) kann als einzige Instanz den staatlichen Schweizerfranken herausgeben. Allerdings ist der Zugriff auf diesen Franken der Nationalbank limitiert. Gewöhnliche Bürger können kein Konto bei der SNB eröffnen. Dieses Privileg ist einzig den Geschäftsbanken vorbehalten, welche dafür eine Banklizenz benötigen.

Banken verdienen an der Zinsdifferenz
Eine solche Lizenz bringt enorme Vorteile, Jost beziffert den Wert für die Schweizer Banken auf etwa 30 Milliarden Franken pro Jahr. Denn die Geschäftsbanken können dank ihrer Lizenz Spargelder von Kunden annehmen sowie Kredite vergeben, zum Beispiel an Hauseigentümer oder an Firmen. Das ist ein lukratives Geschäft: Auf den Hypotheken verdienen sie deutlich höhere Zinsen, als sie selbst den Sparern bezahlen müssen.

«Vor allem benötigen die Banken für ihre Kreditvergabe entgegen der landläufigen Meinung gar keine Spargelder», betont Adriel Jost. Das heisst, sie können analog zur SNB eigenes Geld schöpfen, dessen Volumen dasjenige der Nationalbank um ein Vielfaches übertrifft. Dabei profitieren die Banken von ihrem exklusiven Zugang zum Finanztopf der SNB: «Ziehen viele Kunden gleichzeitig Geld von der Bank ab, so muss diese den entsprechenden Betrag nicht bei sich vorrätig halten. Denn sie kann den Liquiditätspool der SNB anzapfen, um einen eigenen Engpass zu verhindern.»

Somit handelt es sich bei dem Guthaben auf dem Sparkonto lediglich um Buchgeld – also eine Forderung gegenüber der Bank. Das spielt keine Rolle, solange die Kunden ihrer Bank vertrauen. Das System kollabiert erst dann, wenn die Glaubwürdigkeit erodiert und sich vor den Bancomaten Schlangen bilden. Falls ein Geldinstitut Konkurs geht, sind Kundengelder bis 100 000 Franken durch die private Einlagensicherung der Banken geschützt. Kritiker wie der Internationale Währungsfonds (IWF) bemängeln allerdings, die hinterlegten 8 Milliarden Franken würden im Krisenfall nicht ausreichen.

Die Geldmenge in der Schweiz ist enorm gewachsen. Seit 2000 hat sie sich verdreifacht und beträgt nun 1200 Milliarden Franken. Dagegen erreicht der Bargeldbestand mit 70 Milliarden Franken nur einen Bruchteil davon. Interessant ist allerdings: Trotz dem Vormarsch der elektronischen Zahlungsmittel sind die Banknoten keineswegs am Verschwinden. Dies gilt vor allem für den grössten Geldschein in der Schweiz, die 1000er-Note, die wertmässig fast die Hälfte des Bargeldbestands ausmacht.

«Man vergisst häufig, dass die Leute das Bargeld nicht nur zum Bezahlen benutzen», sagt Jost. «Ebenso wichtig ist die Funktion als Wertaufbewahrungsmittel.» So hat sich die Zahl der 1000er-Noten seit dem Jahr 2000 verdoppelt. Einen starken Anstieg gab es ab 2015, als die SNB Negativzinsen einführte. Sieben Jahre lang verharrte der Leitzins auf einem Niveau von minus 0,75 Prozent. Mit diesem historisch einmaligen Schritt versuchte die Notenbank, den Franken zu schwächen. Für ausländische Investoren sollte es unattraktiv werden, ihr Geld in die Schweiz zu transferieren.

«Ich bin überzeugt, dass die Existenz des Bargelds die SNB daran hinderte, den Leitzins noch tiefer in den negativen Bereich zu senken», sagt der Geldpolitik-Experte Adriel Jost. Zwar verursacht das Halten von Bargeld ebenfalls Kosten. Man braucht einen Tresor und bei grossen Beträgen sogar Sicherheitspersonal. All dies verursacht einen Aufwand von bis zu 50 Basispunkten, was einem Zins von minus 0,5 Prozent entspricht. Sinkt der Leitzins der SNB also unter diese Marke, so fahren Investoren wie Pensionskassen zunehmend besser, wenn sie ihr Guthaben bei der Bank abziehen und in Bares umschichten.

Auch die Banken gaben die Negativzinsen der SNB nur zögerlich an ihre Kunden weiter. «Das Bargeld übte hier zweifellos eine disziplinierende Wirkung aus», sagt Martin Brown. Er ist Titularprofessor für Finanzwirtschaft an der Universität St. Gallen und leitet das Studienzentrum Gerzensee der Nationalbank. «Die Banken wollten einen Abfluss von Spargeldern verhindern. Deshalb versuchten sie soweit möglich, die Kosten der Negativzinsen in Form von Gebühren auf die Privatkunden zu überwälzen.»

Die Vorteile des Bargelds reichen somit weit über die Anonymität hinaus: Es bietet Sparern Schutz in einer Finanzkrise und hindert die Notenbank daran, beliebig tiefe Negativzinsen einzuführen. Letzteres hat prominente Ökonomen wie den Harvard-Professor Kenneth Rogoff dazu veranlasst, die komplette Abschaffung von Bargeld zu fordern. In seinem Buch «Der Fluch des Geldes» argumentiert der frühere IWF-Chefökonom, die Zentralbanken könnten eine Finanzkrise wirksamer bekämpfen, wenn sie freie Hand hätten, den Leitzins auf bis zu 5 Prozent unter null zu senken.

Schon jetzt steht das Bargeld unter Druck. In der EU sind ab nächstem Jahr nur noch Transaktionen bis 10 000 Euro in bar erlaubt. Zudem wurde die Produktion der 500-Euro-Note eingestellt. Ein so wertvoller Geldschein wie die Schweizer 1000-Franken-Note wird damit immer mehr zum Sonderfall. Um eine Million Franken in bar zu transportieren, genügt eine Schachtel von 10 Zentimetern Höhe. Für eine Million in 100-Dollar-Noten dagegen braucht es bereits eine Sporttasche, und auch das Gewicht ist mit 10 Kilogramm deutlich grösser.

Wert des Geldes basiert auf Vertrauen
Historisch betrachtet ist der Aufstieg der Banknoten eine neuere Entwicklung. Erst im Jahr 1910 erhielt die SNB das Notenmonopol. Davor konnten die Banken ihre eigenen Geldscheine herausgeben. Zudem galt während Jahrzehnten der Goldstandard: Dieser verpflichtete die Zentralbanken, sämtliche Banknoten zu einem fixen Kurs in Gold umzutauschen. Die Schweiz hatte die Golddeckung des Frankens sogar bis 1999 in der Verfassung festgeschrieben.

Das heute geltende Währungssystem ohne Goldstandard wird auch Fiat-Geld genannt, weil dessen Wert allein auf dem Vertrauen in die Zentralbank basiert. «Dieses Vertrauen ist sehr hoch – namentlich in der Schweiz», sagt Martin Brown. «Der wichtigste Faktor ist eine tiefe Inflation, damit die Kaufkraft des Geldes erhalten bleibt.»

Doch eine geringe Teuerung allein genügt nach Einschätzung von Adriel Jost nicht, damit eine Fiat-Währung glaubwürdig ist. «Jeder Bürger braucht zudem einen direkten Zugang zum staatlichen Zentralbankengeld – über den Bezug von Bargeld.» Dass diese Möglichkeit überhaupt existiere, diszipliniere erstens die Banken und begrenze zweitens die Macht der Notenbanken.

Jost beobachtet daher eine paradoxe Entwicklung: «Zwar verschwindet das Bargeld immer mehr aus dem Alltag. Doch für das Währungssystem spielt es nach wie vor eine elementare Rolle.» Sprich: Selbst in der heutigen digitalen Welt braucht es für das Funktionieren der Wirtschaft die farbig bedruckten Geldzettel.

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