Abkehr von Microsoft Hinzugefügt am 20. April 2026 | by Markus Zöbeli | Uncategorized | (Textbeitrag SRF 4 News vom 19. April 2026 / von sda/srf/imhm; schm) Wegen Bedenken der Datensicherheit will der Bund die Abhängigkeit reduzieren. Hunderte Millionen Franken hat der Bund in den letzten Jahren in Microsoft-Lizenzen investiert. Nun plant er, vom US-Konzern unabhängiger zu werden. Das bestätigt die Bundeskanzlei gegenüber der «NZZ am Sonntag». Eine Machbarkeitsstudie zeige, dass ein Ersatz durch unabhängige Open-Source-Software möglich sei. Der Bund plant laut der «NZZ am Sonntag» eine allmähliche Abkehr von Microsoft-Produkten. «Die Bundesverwaltung strebt an, ihre Abhängigkeit von Microsoft schrittweise und langfristig zu reduzieren», bestätigte ein Sprecher der Bundeskanzlei der Zeitung. Dies kommt überraschend, da erst kürzlich Microsoft 365 trotz Bedenken wegen der Datensicherheit an rund 54’000 Arbeitsplätzen eingeführt worden sei. Intern habe es zuvor Widerstände gegen Alternativen gegeben, die teils als «Bastelei» bezeichnet worden seien, schreibt die NZZ. Deutschland als Referenz Der frühere Armeechef Thomas Süssli habe jedoch gefordert, alternative Lösungen rascher zu prüfen. Eine Machbarkeitsstudie zeige nun, dass ein Ersatz durch Open-Source-Software möglich sei. Als Referenz gelte Deutschland, wo an einer unabhängigen Open-Source-Lösung gearbeitet werde, an der auch die Schweiz interessiert sei. So hat das Bundesland Schleswig-Holstein seine Verwaltung bereits umgestellt. Die Open-Source-Software kann einerseits frei genutzt werden – und andererseits unabhängig von Konzernen weiterentwickelt werden. Die Programme des US-Techriesen liessen sich Schweizer Behörden in den letzten Jahren einiges kosten: Eine SRF-Recherche zeigte im vergangenen Jahr, dass Bund und Kantone während der letzten zehn Jahre mehr als 1.1 Milliarden Franken für Microsoft-Lizenzen ausgegeben haben. Beitrag NZZ vom 19. April 2026: Nie wieder Microsoft und Co.: Eine kleine deutsche Behörde kämpft für Europas digitale Unabhängigkeit. Im Ruhrgebiet arbeitet ein Team von fünfzig Personen daran, Europa von der Übermacht der US-Technologiekonzernen zu lösen. Und damit Europas staatliche Handlungsfähigkeit zu sichern. Zum abopflichtigen NZZ-Artikel