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Ich liebe Bargeld. Aber ich habe aufgehört es zu nutzen.

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Ich liebe Bargeld. Aber ich habe aufgehört es zu nutzen.

Hinzugefügt am 2. März 2026 | by Markus Zöbeli | Uncategorized |

(Textbeitrag NZZ vom 1. März 2026 / von Gina Bachmann)

Die schönen Scheine, die schweren Fünfliber.  Der Erhalt des Bargelds soll in der Verfassung verankert werden. Ist das nötig? Vom Versuch, eine Woche nur bar zu zahlen.

Natürlich muss ich zuerst einen Bancomaten suchen. Ich arbeite beim Bahnhof Stadelhofen in Zürich, einem der belebtesten Orte der Stadt. Aber wo ich hier Bargeld bekomme, weiss ich nicht. Es ist der Anfang eines Versuchs, eine Woche lang nur bar zu bezahlen. Denn ohne es bewusst zu wollen, habe ich mich in den vergangenen Jahren schleichend davon verabschiedet.

Nächsten Sonntag stimmt die Schweiz über die Bargeldinitiative ab. Diese will den Bund dazu verpflichten, immer genügend grosse Mengen an Münzen und Noten zur Verfügung zu stellen. Der Bundesrat hat einen Gegenvorschlag erarbeitet, dieser geht etwas weniger weit, verlangt aber wie die Initiative, dass der Erhalt des Bargelds in die Verfassung geschrieben wird. Im Alltag der Menschen würde sich damit nichts verändern. Es geht vielmehr um einen symbolischen Akt, eine Bestätigung, dass der Bundesrat die Bedeutung des Bargelds anerkennt. In seltener Einigkeit sind alle grossen Parteien dafür. Und ich auch.
Aber wenn ich auf der Strasse gefragt werde, ob ich «ein bisschen Münz» habe, sage ich Nein. Und es ist nicht einmal gelogen.

Es ist der grosse Widerspruch bei dieser Abstimmung: 70 Prozent befürworten gemäss Umfragen, dass das Bargeld in der Verfassung verankert wird. Doch nur 12 Prozent der Bevölkerung zahlen laut einer Studie der Nationalbank «immer» oder «meistens» bar. In den Geschäften und Lokalen hat sich der Anteil der Barzahlungen halbiert. Eine Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften zeigt: Vor der Pandemie zahlten über die Hälfte der Leute bar, heute sind es noch ein Viertel.

Und mein Selbstversuch zeigt, wie anstrengend es ist, wieder auf Bargeld umzustellen.

«Kontaktlos» zahlen
Als ich am ersten Tag meines Versuchs mit einer Banane und einem Schokoriegel in der Hand auf die Selfcheckout-Automaten zusteuere, dauert es ein paar Sekunden, bis ich realisiere, dass ich umdrehen muss. Selfcheckout geht nur mit Karte oder Handy. Ich stelle mich also in die Schlange vor der bedienten Kasse. Seit über zwei Jahren kaufe ich regelmässig in dieser Filiale ein. Aber ich ging – das merke ich erst jetzt – immer direkt zum Selfcheckout. Ich zahlte «kontaktlos». Keine Zeit verlieren, mit niemandem reden, schnell wieder raus, denn gefühlt bin ich ja immer im Stress. Dachte ich jedenfalls.

Jetzt denke ich: Will ich das überhaupt, dieses kontaktlose und reibungsfreie Durch-die-Gesellschaft-Hetzen?

Beim Warten an der Kasse beobachte ich, was die anderen so kaufen. Ich wusste nicht, dass es Rindsgulasch aus der Dose gibt, und freue mich für die Frau an der Kasse nebenan, die sich mit zufriedenem Blick gleich zwei Büchsen davon aufs Band gelegt hat. Der Typ vor mir hat eine Packung fluffig aussehender Burgerbrötchen aus Brioche-Teig im Korb, die merke ich mir. Für eine Twint-Nutzerin wie mich fühlt sich Barzahlen an wie Schallplatten hören oder Postkarten schreiben: Es hat etwas Entschleunigendes.

In der Verhaltensökonomie spricht man vom «Attitude Behaviour Gap», wenn die Einstellung einer Person nicht mit ihren Handlungen übereinstimmt. Beim Bargeld überbrücken viele Leute diesen Widerspruch, indem sie die grundsätzlichen Vorteile betonen, etwa, dass Bargeld ein sicheres Zahlungsmittel sei bei Stromausfällen oder Krieg. Vor allem der «starke» Schweizerfranken dürfte gerade in Krisenzeiten vielen Menschen ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle geben.

An den Tagen zwei und drei fahre ich anstatt mit dem Velo mit dem Tram zur Arbeit. Nun merke ich, wie viel schwerer es fällt, Münzen in den Schlitz des Billettautomaten bei der Tramstation zu werfen, als auf der App ein Ticket zu lösen. Für ein Trambillett ins Büro und retour brauche ich drei (!) Zweifränkler, ein Fünfzigrappenstück und ein Zehnrappenstück.

Als ich den Fünfliber, der nun seit einigen Tagen in meinem Portemonnaie liegt, genauer anschaue, sehe ich, dass er 2005 geprägt wurde. Durch wessen Hände er seither wohl gegangen ist? Vielleicht wurde mit ihm schon eine Linie Koks gekauft, eine Nacht in der Notschlafstelle, eine Trauerkarte für einen verstorbenen Freund, ein Bier auf die bestandene Prüfung. Unmöglich, es herauszufinden. Bargeld verbindet uns irgendwie. Aber Bargeld schweigt.

Etwas Aufrichtiges, Konkretes
An Tag fünf des Selbstversuchs gehe ich mit Arbeitskollegen in eine Pizzeria essen. Bevor wir zahlen, muss ich wieder zum Bancomaten, aber die frische Luft tut mir gerade gut. Ich zahle für unseren Volontär mit, weil er das Portemonnaie vergessen hat, und reiche dem Kellner drei Scheine. Später zahlt mir der Volontär das Geld ebenfalls bar zurück, und irgendwie gefällt mir dieses Scheinetauschen. Es hat etwas Aufrichtiges, Konkretes.

Am liebsten mag ich den Fünfliber. Er wiegt 13,2 Gramm und liegt massig und kühl in der Hand. Er zeigt nicht, wie oft gedacht, Wilhelm Tell, sondern einen namenlosen Alphirten. Sein Aussehen hat sich seit 1923 nicht mehr verändert, die Gestaltung der Rappenstücke ist gar noch älter. Mir fällt kein anderer Alltagsgegenstand ein, auf den das zutrifft.

Auf dem Zweifränkler ist die Helvetia zu sehen. Bei der Einführung der Bundesmünzen kurz nach der Bundesstaatsgründung 1848 durfte sie noch sitzen, aber ab 1874 wurde sie nur noch stehend auf die Münzen geprägt. Als habe sie mit der Zeit immer resoluter zum Rechten schauen müssen in diesem noch jungen Land.

Wie viele Hunderterscheine für ein Smartphone?
Der Zufall will es, dass ich während meines Selbstversuchs ein neues Smartphone kaufen muss. Es ist der sechste Tag, und inzwischen weiss ich von einem zweiten Bancomaten am Stadelhofen, er liegt an der Rückseite des Bahnhofsgebäudes, nur wenige Schritte vom Gleis entfernt. Es ist früher Abend, und ich fühle mich wie eine Kleinkriminelle, als ich an diesem etwas ranzigen Automaten acht frische, glatte Hunderterscheine aus dem Schlitz ziehe.

Als ich später mit dem gewünschten Smartphone an der Kasse stehe, kommt mir die ganze Übung plötzlich albern vor. Leute in meinem Alter bestellen ihre Ware in Trainerhosen vom Sofa aus und zahlen mit einem Wisch auf dem Smartphone. Etwas verlegen zähle ich die Scheine vor dem noch viel jüngeren Verkäufer durch, als hätte ich sie nicht eben erst aus dem Bancomaten gezogen. Der Mitarbeiter nimmt die Scheine, hebt das Kinn und zählt die Scheine mit gesenktem Blick routiniert durch.

Weil ich zusätzlich ein neues Ladegerät kaufen musste, ist jetzt auch mein restliches Kleingeld weg. Doch ich sollte auch noch fürs Abendessen einkaufen und stiefle deshalb schon wieder zum Bancomaten. Langsam nervt es. Und in den Bankfilialen, die ich im Laufe dieser Woche aufsuche, komme ich mir neben den Herren in ihren beigen Mänteln und den Altersflecken auf der Glatze fehl am Platz vor.

Ich kapituliere am siebten Tag. Es ist Mittag, und ich steuere eine Bäckerei an. Als ich dran bin, mein Sandwich zu zahlen, realisiere ich, dass ich mein restliches Kleingeld soeben im Coop für ein Geschenk ausgegeben habe. Ich bin zu hungrig, um das Sandwich liegen zu lassen und erneut Geld abheben zu gehen. Also halte ich meine Debitkarte hin.

Das Bargeld und ich – diese Liebe scheitert am Alltag.

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