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«Sie zerriss meine Dienstjacke»

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«Sie zerriss meine Dienstjacke»

Hinzugefügt am 15. Dezember 2025 | by Markus Zöbeli | Uncategorized |

(Textbeitrag NZZ vom 14. Dezember 2025 / von Claudia Rey und Neomi Agosti)

Übergriffe auf Uniformierte werden immer gröber. Doch wie geht es den Personen tatsächlich, die in Zürich für Recht und Ordnung sorgen sollen?

Es ist ein gewöhnlicher Arbeitstag für einen Zugbegleiter der SBB: Am 11. September besteigt er um 10 Uhr 30 in Luzern den Zug in Richtung Basel. Er kontrolliert die Billette. Dann kippt die Stimmung. Ein Fahrgast attackiert den Zugbegleiter. Schlägt auf ihn ein. Blut spritzt. Andere Passagiere eilen zu Hilfe. Der Täter flieht, der Zugbegleiter bleibt schwer verletzt liegen. Der Vorfall ist kein Einzelfall. Laut den Schweizerischen Bundesbahnen kommt es alle zwei bis drei Tage zu einer Tätlichkeit gegen Kontrolleure. Und die Übergriffe werden immer gravierender.

Das Beispiel des verletzten Reisebegleiters zeigt, wie schnell Uniformierte zur Zielscheibe werden können. Waren sie früher Respektspersonen, sind sie heute oft Projektionsflächen für Frustration und Misstrauen. Ein fehlendes Billett, eine Ermahnung – Kleinigkeiten reichen, und die Situation eskaliert.

Betroffene sind längst nicht nur Zugbegleiter, sondern all jene, die täglich für Recht und Ordnung sorgen sollen. Es sind Polizisten, Notfallsanitäter, Sicherheitspersonal und Schiedsrichter. Personen, die anhand einer Uniform als Offizielle zu erkennen sind.

Wie geht es jenen wirklich, die täglich eine Uniform anziehen, um in der Schweiz Regeln und Gesetze durchzusetzen?

Ein Zugbegleiter, ein Sicherheitsmann, eine Polizistin und eine Schiedsrichterin erzählen aus ihrem Alltag.

Urs Heim, 51, Zugbegleiter bei der SBB
«Ich trage immer eine Krawatte im Dienst – auch bei hohen Temperaturen, obwohl sie ab 25 Grad freiwillig ist. Mir ist die komplette Uniform mit Krawatte wichtig, sie macht mich zur offiziellen Person. Es gibt Fahrgäste, die wenig erfreut sind, wenn sie mich in Uniform erblicken. ‹Oh Mann, jetzt kommt noch der Kondi›, höre ich dann vereinzelt.

Vor kurzem hatte ich einen Fahrgast, der mir ein Retourbillett zeigte, das bereits einige Stunden zuvor abgelaufen war. Als ich ihm sagte, dass das Billett nicht mehr gültig sei, wurde der Kunde zornig. Er kritisierte die Regeln im Billettwesen. In solchen heikleren Situationen versuche ich, ruhig, aber bestimmt zu deeskalieren. Häufig funktioniert das. Wenn ich die Gefahr hoch einschätze, habe ich die Möglichkeit, polizeiliche Unterstützung anzufordern.

Ich bin seit 2002 bei den SBB tätig. In den letzten Jahren, verstärkt seit der Pandemie, sind die Fahrgäste etwas dünnhäutiger geworden. Trotzdem, der tägliche Kontakt auf dem Zug ist grundsätzlich gut. Die Mehrheit der Kundenkontakte ist angenehm und respektvoll, das möchte ich betonen. Die gute Laune etwa bei Wandergruppen oder Polterabenden ist ansteckend.

Hin und wieder gibt es dennoch kritische Situationen. Vor ein paar Jahren kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen in einem Zug nach Basel. Eine Person wurde verletzt, und ich musste die Blaulichtorganisationen aufbieten. Ein anderes Mal wurde ich von einer Reisenden attackiert. Sie zerriss meine Dienstjacke. Zum Glück blieb ich unverletzt.

Kritische Situationen wie diese ereignen sich bei der Arbeit des Zugpersonals regelmässig. Ich kenne mehrere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die von Aggressionen betroffen waren und physische und psychische Verletzungen davontrugen. Einige fielen aus, andere wechselten gar den Beruf. Sie hatten Angst, dass es wieder passieren könnte. Das macht mich nachdenklich.

Die SBB nehmen diese Vorkommnisse sehr ernst. Ein Care-Team hilft uns, das Erlebte zu verarbeiten. Zudem haben wir regelmässig Schulungen, um kritische Situationen zu üben und zu analysieren.»

Alexander Stüfchen, 31, Security-Mitarbeiter am Universitätsspital Zürich
«Ich bin seit diesem Jahr Security-Mitarbeiter im Unispital Zürich (USZ), davor war ich in Deutschland bei der Bundespolizei. Und da merke ich schon einen grossen Unterschied. Ich spüre hier im Spital mehr Dankbarkeit für meine Arbeit.

Das liegt sicher auch an den unterschiedlichen Aufgaben: Ich helfe zum Beispiel, wenn ein Patient den Safe nicht mehr öffnen kann, eine Türe gesperrt ist oder ein USZ-Mitarbeitender sich im Home-Office nicht ins System einloggen kann. Alles, was irgendwie mit der Sicherheit zu tun hat, landet bei mir und meinen Kollegen.

Sobald ich die Uniform trage, falle ich natürlich auf. Ich trage eine schusssichere Weste, habe ein Funkgerät, ein Diensttelefon, eine Taschenlampe, Handschuhe, einen Pfefferspray und Handschellen dabei. Keinen Schlagstock oder so. Denn es sind ja alles Patienten, egal wie sie sich verhalten.

Die Leute reagieren unterschiedlich auf mich und meine Uniform. Die Mitarbeiter sind froh, wenn ich komme. In vielen Fällen reicht allein meine Präsenz, um jemanden zu beruhigen, der aufgebracht ist. Das ist der positive Effekt der Uniform. Es gibt aber auch Personen, die getriggert werden, wenn sie eine Uniform sehen.

Es braucht Fingerspitzengefühl, ich muss zum Gegenüber einen Draht aufbauen, egal wie die Person sich gerade verhält. Ich frage dann auch einmal: ‹Hast du Hunger? Brauchst du etwas zu trinken?› Oder ich ermögliche ihnen ein Telefonat. Solche Sachen lenken ab und beruhigen die Situation.

Selten gibt es auch Patienten, die spucken oder treten. Oder sich absichtlich in die Hosen machen. Ich habe das Gefühl, die Hemmschwelle ist da heute tiefer als früher. Wichtig für mich ist, dass sich diese Aggressivität nicht gegen mich oder das Spitalpersonal an sich richtet, sondern einfach in alle Richtungen geht, weil der Patient in einem Ausnahmezustand ist.

In einer Woche, einem Schichtblock, kommt es bei mir ein- bis zweimal zu Situationen, bei denen ich eingreifen muss.

Ich nehme aber schon wahr, dass das Gewaltpotenzial in der Gesellschaft stark zugenommen hat. Die Zündschnur der Menschen ist kürzer geworden. Der Respekt gegenüber gewissen Berufsgruppen hat nachgelassen. Dementsprechend ist auch unser Job undankbarer und anspruchsvoller geworden. Ich möchte die Arbeit an der Front nicht auf Dauer machen – auch wegen des Schichtbetriebs. Deshalb studiere ich nebenher.»

Sabrina Keinersdorfer, 37, Linienrichterin
«Seit 20 Jahren bin ich Schiedsrichterin, also Schiedsrichterassistentin – die mit dem Fähnchen. Mein Schiedsrichter-Ich und mein privates Ich unterscheiden sich. Wenn ich zu Hause den Trainingsanzug anziehe, die Haare zusammenbinde und die Tasche packe, dann löst das etwas in mir aus. Sabrina als Schiedsrichterin ist beispielsweise pünktlich, Sabrina privat ist das viel weniger.

Mein Tenue besteht aus Trikot und kurzer Hose, Stulpen, Fussballschuhen, Schreibzeug, Uhr, Karten und natürlich der Fahne. Auf das Fifa-Abzeichen auf dem Trikot bin ich sehr stolz. Meine Uniform finde ich trotzdem nicht schön. Ich mag die Farben nicht.

Ich pfeife international bei den Frauen und in der Schweiz in der Promotion League der Männer. Mit den Spielerinnen und Spielern gibt es selten Probleme, die haben sich meistens unter Kontrolle. Ich respektiere Emotionen auf dem Platz und ein gesundes Mass an Ehrgeiz. Da ich nicht mit Namen angeschrieben bin, rufen mich die Spieler meistens ‹Hey, Schiri›. Ab und zu höre ich auch ‹Alti› oder ‹Bro›.

Die Trainer sind häufig emotionaler und impulsiver. Auch mit den Zuschauern kann es anstrengend sein, da musste ich mir schon etliche Sprüche anhören. In den 20 Jahren, in denen ich Schiedsrichterin bin, wurde ich schon oft beleidigt. An der Seitenlinie bin ich nah dran, da hörte ich schon: ‹Oh, da haben wir endlich was zum Anschauen› oder ‹Solltest du nicht zurück in die Küche?›

In der Super League der Männer gibt es Fangesänge, mit denen Schiedsrichter beleidigt werden. Das gibt es in meiner Liga schon weniger. Klar ist: Es gibt keinen Fussball ohne Schiedsrichter, trotzdem sucht man immer wieder zuerst bei uns die Fehler.

Was mir aufgefallen ist: Oftmals erweckt es den Anschein, als nähmen die Jungen heute ihre persönlichen Emotionen mit auf den Platz und liessen sie dort raus.»

Marianne Philipp, 61, Kontrolle ruhender Verkehr
«Ich arbeite seit 13 Jahren als Sachbearbeiterin bei der Stadtpolizei Zürich in der Abteilung Kontrolle ruhender Verkehr. Ich habe mich bewusst für diesen Beruf entschieden, weil ich einen ausgeprägten Sinn für Ordnung und Gerechtigkeit habe.

Wenn ich die Quartiere kontrolliere, lege ich pro Tag bis zu zwanzig Kilometer zu Fuss zurück. In der Innenstadt sind es etwas weniger.

Ich patrouilliere in der Regel allein – ausser im Kreis 4. Dort sind wir zu zweit unterwegs – wegen der hohen Personendichte und der gelegentlich auffälligen Verhaltensweisen mancher Personen. Unsere Uniform besteht aus dunkelblauer Hose und Oberteil – je nach Jahreszeit. Die Uniform ist klar gekennzeichnet mit «Stadtpolizei Zürich» sowie einem separaten Namensschild. Ich ziehe sie jeweils zu Arbeitsbeginn in der Wache an. Meine Persönlichkeit bleibt die gleiche, ich handle aber als Angehörige der Stadtpolizei Zürich.

Unser Arbeitsgerät ist mittlerweile das iPhone, dieses ist viel leichter als das grosse Gerät von früher, es entlastet unseren Rücken.

Bewaffnet sind wir nicht, wir tragen einen Polizeifunk mit uns, damit können wir Verstärkung anfordern. Das musste ich noch nie machen, zumindest nicht meinetwegen. Ich wurde noch nie physisch angegriffen, verbal musste ich mir aber schon einige Beleidigungen anhören.

Oft sind Personen verärgert, wenn sie eine Busse erhalten. Dabei richten sich ihre Emotionen manchmal gegen mich, obwohl ich lediglich die geltenden Vorschriften durchsetze. In solchen Situationen ist es mir wichtig, ruhig zu bleiben, klar zu kommunizieren und die Situation sachlich zu erklären.

Generell nehme ich wahr, dass viele Menschen im Alltag etwas gereizt sind. Ihr Ärger richtet sich aber gegen andere Faktoren wie etwa den Abbau von Parkplätzen oder gegen Baustellen. Und ich bekomme diesen Ärger dann ab.

Das war früher auch schon so. Ich kann nicht sagen, dass es heute anders ist. Ich bin stets ruhig, freundlich, sachlich und hilfsbereit, trotz einer erteilten Busse ergeben sich immer wieder viele gute Begegnungen und Gespräche.»

Bei den Polizeikorps steht die Sicherheit der eigenen Mitarbeiter mehr denn je zur Debatte. Die oberste Polizeidirektorin der Schweiz Karin Kayser-Frutschi sprach im Oktober nach Angriffen auf Polizisten an einer Pro-Palästina-Demo von Gewalt, die man als Gesellschaft nicht mehr hinnehmen könne.

Ähnlich ist die Situation bei den Schiedsrichtern: Laut dem Schweizerischen Fussballverband (SFV) wurde in den letzten beiden Saisons im Durchschnitt jede Woche ein Schiedsrichter tätlich angegriffen. Der Schiedsrichterverband testet deshalb momentan in zwei Kantonen Bodycams. Die Hoffnung ist, dass die kleinen Kameras am Leibchen der Schiedsrichter abschreckend wirken und es so zu weniger Tätlichkeiten kommt.

Auch die SBB überlegen, künftig Bodycams auf freiwilliger Basis zu testen – die Transportpolizei trägt die Kameras bereits seit 2024. Um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besser schützen zu können, haben die SBB zudem entschieden, künftig mehr Züge von der Transportpolizei begleiten zu lassen.

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