Zürich stolpert beim Sprung ins digitale Zeitalter Hinzugefügt am 29. Juli 2025 | by Markus Zöbeli | Uncategorized | (Textauszug aus einem kostenpflichtigen NZZ-Beitrag vom 26. Juli 2025 / von Marius Huber) Zürich stolpert beim grossen Sprung ins digitale Zeitalter: 160 Gemeinden sollten auf einen Schlag ihre Verwaltung umstellen, jetzt ist die Übung vertagt. Warnungen vor Systemen, die nicht bereit sind, und einem Chaos zeigen Wirkung. Die Kantonsregierung drosselt das Tempo. Unter einem dünnen Firnis von Recht und Ordnung brodelt bekanntlich das Chaos – in den Gemeindehäusern und Schulen im ganzen Kanton Zürich war dieses Brodeln jüngst deutlich hörbar geworden. Ohne dass eine breitere Öffentlichkeit davon etwas mitbekommen hätte, tickte dort unerbittlich eine Art «doomsday clock» der öffentlichen Verwaltung, eingestellt auf den 1. Januar 2026. … Vor wenigen Tagen hat die Kantonsregierung nun überraschend den Notfallknopf betätigt und den Countdown abgebrochen. Der Aufbruchs ins digitale Zeitalter ist verschoben auf den 1. Januar 2027. Beim Verband der Zürcher Gemeindepräsidenten ist man erleichtert, dass der Kanton doch noch nur Einsicht gekommen sei. „Wenn auch etwas spät“, wie der Verbandspräsident Jörg Kündig kritisch anmerkt. Die Gemeindevertreter hatten schon in der Vernehmlassung gemahnt, dass sie deutlich mehr Zeit benötigten. Die Kantonsregierung, die Ende 2023 noch eine Umsetzung per Anfang 2025 anstrebte, hatte diese Frist zunächst, aber nur ein Jahr nach hinten verschoben… Anmerkung VGBZ-Redaktion: Eine bereits geplante Informationsveranstaltung des Betreibungsinpektorates des Kantons Zürich im September 2025 wurde aufgrund der Entwicklung vorerst abgesagt bzw. verschoben.